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Explorationsphase endet am 30.09.2026 noch 111 Tage
Strukturiertes Arbeitsergebnis

Woher wir kommen

Eine Herkunftsgeschichte in drei Schichten, vom Manifest über die biografische Erzählung bis zur Kultur- und Kreativwirtschaft als Wurzel. Diese Seite zeigt eine kuratierte Lesart der drei Quelldokumente. Die vollständigen PDFs sind als Download verfügbar.

Manifest

Warum U?

Woher wir kommen, und wofür wir bauen.

  1. Um aus dem Mangel etwas zu erschaffen.
  2. Um die Welt so zu bauen, wie sie uns gefällt — für uns und für andere.
  3. Um Kreativität als Kraft zu begreifen, nicht als Luxus.
  4. Um Vertrauen weiterzugeben — härter als jede Währung.
  5. Um Kontrolle durch Forschung zu ersetzen — naked in, naked out.
  6. Um Menschen einzuladen, sich und andere neu kennenzulernen.
  7. Um Freiheit zu schenken, herauszufinden, wer sie sein wollen.
  8. Um aus dem Gedanklichen die Tat zu machen.
  9. Um zu zeigen: Jeder Mensch ist ein:e Unternehmer:in.
  10. Um den Gewinn nicht zu maximieren, sondern Gesundheit, Wohlstand, Klima, Frieden.
  11. Um Wohlstand für alle zu organisieren, wo Politik es nicht allein kann.
  12. Um ein Eigentum zu bauen, das dem Zweck dient, nicht der Entnahme.
  13. Um aus der Nische zu treten und die Kraft der Vielen zu erreichen.
  14. Um die Folgen zu lösen, die wir der nächsten Generation überlassen.
  15. Um Werte zu schaffen. Und die Frage überflüssig zu machen, warum.

Gewinne Dich selbst.

Gestalte, was DU willst.

Gewinne die Freiheit zu tun, was Du denkst.

Daher kommen wir, und werfen einen Stein ins Wasser, um zu sehen, wer da ist.

Drei Fassungen

Was es gibt, und was es wofür leistet

Die Herkunftsgeschichte existiert in drei zueinander gehörigen Schichten. Sie sind nicht Alternativen, sondern Kompositionen für unterschiedliche Gesprächs-Situationen.

Manifest

Warum U?

1 Seite, 16 Um-Bullets plus Schlussrefrain.

Der verdichtete Aufruf, der für Pitch-Slides, Plakate und Kommunikations-Anker dient. Die kompakteste Form unseres Selbstverständnisses.

Herkunftsgeschichte v1

Gewinne Dich selbst

8 Seiten, 11 Kapitel, nach einem Gespräch mit Christoph Backes.

Die biografische Erzählung von Theater Bremen über die Vermieterin-Frage „Sohn oder Unternehmer?" über Witten/Herdecke und das u-institut bis zum heutigen Vorhaben. Trägt die persönlichen Wurzeln und die methodische Linie.

Herkunftsgeschichte v2

Die Kultur- und Kreativwirtschaft als Wurzel

8 Seiten, 12 Kapitel, auf Grundlage des U-Turn-Plädoyers von 2012.

Dieselbe Reise, aber mit der Kultur- und Kreativwirtschaft als institutioneller Wurzel statt als Hintergrund. Verbindet Marktzahlen (137 Mrd. €), Innovationsbegriff und politische Linie mit dem Vertrauensfonds.

Kernmotive

Was sich durch alle drei Texte zieht

Sechs Bewegungen, die in jeder Fassung vorkommen und das inhaltliche Rückgrat des Vorhabens bilden.

VertrauenskapitalVertrauenskapitalKapital, das Menschen aktiviert statt Risiko zu minimieren. Zentrale Vokabel der Herkunftsgeschichte.Vollständig → statt Risiko-Minimierung

„Vertrauen ist härter als jede Währung." Kein Kredit, der Risiko minimiert, sondern Geld, das aktiviert. Kontrolle wird durch BegleitforschungBegleitforschungWissenschaftliche Studie, die parallel zum Programm Wirkung misst. Beispiel: DIW-Wochenbericht 15/2025 zu Mein Grundeinkommen.Vollständig → ersetzt.

Naked in, naked outNaked in, naked outEigentums-Konstruktion: man tritt ohne Vermögensanteil ein und ohne ihn wieder aus. Der Gewinn dient dem Zweck, nicht der Entnahme.Vollständig → als Rechtsform

Steward Ownership / VerantwortungseigentumSteward Ownership / VerantwortungseigentumJuristische Variante, bei der Eigentum an den Zweck gebunden ist, nicht an Personen oder handelbare Anteile.Vollständig → als juristische Verankerung: Das Eigentum dient dem Zweck, nicht der Entnahme. Die Gewinner:in kann alles nehmen, muss aber nicht.

EffectuationEffectuationEntrepreneurship-Theorie nach Saras Sarasvathy: Unternehmer:innen starten von verfügbaren Mitteln, nicht von festen Zielen.Vollständig → und kontrafaktische BehandlungKontrafaktische BehandlungTeilnehmende werden behandelt, als wären sie längst Unternehmer:innen, bis sie es tatsächlich sind. Aus der u-institut-Methodik.Vollständig →

„Unternehmer:innen kochen ohne Rezept." Teilnehmende werden behandelt, als wären sie längst Unternehmer:innen, bis sie es sind. Niemand braucht zuerst einen Businessplan.

Kreativität als Überlebenskraft

Nicht Luxus, sondern Coping-Strategie und Gestaltungs-Werkzeug. Aus dem Mangel etwas erschaffen, die zentrale Bewegung, die uns antreibt.

Vielfalt als Motor, nicht als Problem

Das Spannungsfeld von Ich und den Vielen wird unternehmerisch produktiv. „Gewinne Dich selbst" und „die Kraft der Vielen" sind zwei Seiten derselben Bewegung.

Kultur- und KreativwirtschaftKultur- und Kreativwirtschaft (KKW)Sektor mit rund 1 Mio. Beschäftigten in 240.000 Unternehmen, 137 Mrd. € Umsatz in DE. Die Start-Zielgruppe.Vollständig → als Wurzel

Über eine Million Menschen, 240.000 Unternehmen, 137 Mrd. € Umsatz, 97 % Klein-, Kleinst- und MikrounternehmenMikrobeitragKleiner, oft monatlich wiederkehrender Beitrag. Bei uns 5 € und aufwärts.Vollständig →, genau die Zielgruppe, die durch klassische Förderraster fällt.

Anschluss an Bausteine

Wo die Herkunft in die Exploration einfließt

Pro Motiv ist mindestens ein laufender Baustein erkennbar, in dem die Herkunfts-Position als Setzung weitergedacht oder verifiziert werden muss.

Baustein Anschluss-Motiv aus der Herkunft
B1 Rechtsform & Governance Naked in, naked outNaked in, naked outEigentums-Konstruktion: man tritt ohne Vermögensanteil ein und ohne ihn wieder aus. Der Gewinn dient dem Zweck, nicht der Entnahme.Vollständig → und Steward OwnershipSteward Ownership / VerantwortungseigentumJuristische Variante, bei der Eigentum an den Zweck gebunden ist, nicht an Personen oder handelbare Anteile.Vollständig → als juristische Verankerung der Werte.
B2 Wirkungsmodell „Kontrolle durch Forschung ersetzt" als Grundsatz der Wirkungsmessung, operationalisiert über BegleitforschungBegleitforschungWissenschaftliche Studie, die parallel zum Programm Wirkung misst. Beispiel: DIW-Wochenbericht 15/2025 zu Mein Grundeinkommen.Vollständig → und SROISROI (Social Return on Investment)Wirkungs-Maßstab, der pro investiertem Euro den gesellschaftlichen Mehrwert in Euro ausweist.Vollständig →.
B3 Finanzierungsstruktur VertrauenskapitalVertrauenskapitalKapital, das Menschen aktiviert statt Risiko zu minimieren. Zentrale Vokabel der Herkunftsgeschichte.Vollständig →-Logik statt Risiko-Minimierung als mechanisches Prinzip, getragen durch MikrobeiträgeMikrobeitragKleiner, oft monatlich wiederkehrender Beitrag. Bei uns 5 € und aufwärts.Vollständig →.
B4 Förderkriterien & Programmatik Keine Antragsverfahren, kontrafaktische BehandlungKontrafaktische BehandlungTeilnehmende werden behandelt, als wären sie längst Unternehmer:innen, bis sie es tatsächlich sind. Aus der u-institut-Methodik.Vollständig → von Beginn an, im Sinne der EffectuationEffectuationEntrepreneurship-Theorie nach Saras Sarasvathy: Unternehmer:innen starten von verfügbaren Mitteln, nicht von festen Zielen.Vollständig →-Logik.
B6 Wissenschaft Wissenschaftliche BegleitforschungBegleitforschungWissenschaftliche Studie, die parallel zum Programm Wirkung misst. Beispiel: DIW-Wochenbericht 15/2025 zu Mein Grundeinkommen.Vollständig → als Kontroll-Ersatz, Vorbild DIW bei Mein Grundeinkommen.
B8 Zielgruppen KKWKultur- und Kreativwirtschaft (KKW)Sektor mit rund 1 Mio. Beschäftigten in 240.000 Unternehmen, 137 Mrd. € Umsatz in DE. Die Start-Zielgruppe.Vollständig →-Eintritts-Kohorte (Künstler:innen, Designer:innen, Architekt:innen, Spieleentwickler:innen, Filmschaffende, Musiker:innen), später alle Mikrogründer:innenMikrogründungenGründungen aus Soloselbständigkeit oder Klein-/Kleinst-Unternehmen, oft kreativ-getrieben. Erweitert den KKW-Fokus auf den gesamten Markt der Mikrogründungen.Vollständig →.
B13 Tonalität & Sprache „Du", warm-aktivierend, Buchstaben-Spiel mit U als Klammer und Denkbewegung.
B14 Problem & Wettbewerb 137-Mrd.-€-Marktgröße aus KKWKultur- und Kreativwirtschaft (KKW)Sektor mit rund 1 Mio. Beschäftigten in 240.000 Unternehmen, 137 Mrd. € Umsatz in DE. Die Start-Zielgruppe.Vollständig →, Argumentation „durch klassische Förderraster fallen", Anschluss an antizyklische FörderungAntizyklische FörderungStrategie, Kreativität und Mittel gezielt dorthin zu bringen, wo wenig Geld fließt. Dort entsteht der größte Hebel.Vollständig →.
Offene Stellen

Was im Text selbst noch zu vertiefen ist

In der erweiterten Fassung sind drei Stellen vom Autor markiert, die für die nächste Iteration zu klären sind. Eine vierte ist heute aufgelöst worden, der Hinweis steht unter der Liste.

  • Kapitel 2 (Branche stellt sich vor): Ausweiten des Arguments auf den gesamten Markt der MikrogründungenMikrogründungenGründungen aus Soloselbständigkeit oder Klein-/Kleinst-Unternehmen, oft kreativ-getrieben. Erweitert den KKW-Fokus auf den gesamten Markt der Mikrogründungen.Vollständig →, nicht nur KKWKultur- und Kreativwirtschaft (KKW)Sektor mit rund 1 Mio. Beschäftigten in 240.000 Unternehmen, 137 Mrd. € Umsatz in DE. Die Start-Zielgruppe.Vollständig →.
  • Kapitel 7 (Antizyklisch denkenAntizyklische FörderungStrategie, Kreativität und Mittel gezielt dorthin zu bringen, wo wenig Geld fließt. Dort entsteht der größte Hebel.Vollständig →): Analogie zu den Nachkriegs-Manifesten Bad Godesberg, Ahlener Programm und Erhards „Wohlstand für alle"Soziale Marktwirtschaft / „Wohlstand für alle"Politisch-ökonomisches Leitbild der deutschen Nachkriegszeit: Wohlstand entsteht durch Markt plus soziale Bindung, nicht durch Bereicherung weniger.Vollständig → sauber belegen.
  • Kapitel 11 (Europa als kulturelle VereinigungEuropa als kulturelle VereinigungNarrativ-These der erweiterten Herkunftsfassung: Europa hält nicht der Binnenmarkt zusammen, sondern eine gemeinsame kulturelle Erzählung.Vollständig →): Skalierungs-Gedanke bei Professor Häusling und aus den Witten-Reisen nachschlagen, mit Quellen unterlegen.

Eine vierte Offene Stelle wurde aufgelöst: Der „Frand"-Verweis in Kapitel 6 bezieht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Simon Grand und Christoph WeckerleStrategische Kreativität (nach Grand)Konzept von Simon Grand und Christoph Weckerle: Zukunft gestalten, um Gegenwart zu verändern. Methodische Vertiefung der Wunderfrage.Vollständig →, „Strategische Kreativität". Der Tippfehler bleibt in der Original-Fassung erhalten, die Quelle ist im Glossar dokumentiert.

Quelldokumente

Die drei Fassungen als PDF

Die kuratierte Lesart oben ersetzt die Originale nicht. Volltext-PDFs werden hier ergänzt, sobald sie unter /public/docs/herkunft/ liegen.

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